Wissen über Hepatitis C
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Die Seite wurde zuletzt am
05.05.2009 15:16 bearbeitet.


 


Therapieentscheidung

Die Therapieziele:

  • Viruselimination
  • Normalisierung der Transaminasen
  • Verringerung der Leberentzündung
  • Verringerung der Bindegewebsvermehrung

Jede Therapie-Entscheidung muss eine Einzelfallbetrachtung sein und für jeden Patienten individuell gefällt werden.

Es wird heftig darüber diskutiert, ob in jedem Fall eine Therapie sein muss.
Idealfall wäre natürlich, die Welt vom Virus zu befreien, indem alle Patienten geheilt würden und somit keine Ansteckung mehr möglich ist.

Aber diesen Idealfall gibt es nicht, genauso wenig, wie alle Patienten einer Therapie zugeführt werden können oder bei jedem eine Therapie sinnvoll ist, denn nicht jede Infektion führt zwangsläufig zu einer Leberschädigung.

Zahlreiche Überlegungen und Untersuchungen müssen berücksichtig werden.

Leider gibt es aber bislang keine verlässlichen Voraussageparameter, die erkennen lassen, bei welchem Patient oder aufgrund wessen ein bestimmter Verlauf zu erwarten ist.

Es stellt sich also die Frage: Wie viel Therapie braucht man eigentlich oder welche Therapie brauchen wir? Warum brauchen wir sie eigentlich und wer braucht diese Therapie?
Dazu muss man sich den natürlichen Verlauf der akuten und chronischen Hepatitis C ansehen.

Mit dem behandelnden Facharzt muss dann unter Einbeziehung aller persönlichen Umstände eine Entscheidung getroffen werden.

Allgemein wird empfohlen, so viele Patienten wie möglich zu behandeln. Vor allem junge Patienten sollten wenn möglich immer behandelt werden.

Therapie bei normwertigen Transaminasen?

Noch vor ein paar Jahren hat man Patienten mit normalen Transaminasen überhaupt nicht behandelt, weil man davon ausging, dass die Hepatitis C in diesem Fall nicht fortschreitend sei.

Prof. Zeuzem schreibt hierzu :

Zitat
[...]Die virologischen Ansprechraten von Patienten mit normalen bzw. erhöhten Transaminasen sind vergleichbar, so dass auch eine Behandlung von Patienten mit persistierend normalen Transaminasen unter bestimmten Umständen sinnvoll ist.[...]
Zitatende

Viele Patienten mit normalen Transaminasen zeigen einen milden oder sehr langsamen Verlauf der Leberveränderungen. Das muss aber nicht bei jedem so sein. Bei 20% - 30% der Patienten mit normwertigen Leberwerten wird ein fibrotischer Leberschaden beobachtet. Deshalb kann zu einer Therapieentscheidung eine Leberbiopsie sinnvoll sein. Patienten mit relevanten Veränderungen des Lebergewebes sollten behandelt werden.
Bei Patienten ohne Leberfibrose sollten regelmäßige Verlaufskontrollen durchgeführt werden und in Abständen von ca. 5 Jahren sollte eine Leberbiopsie wiederholt werden.

Aber auch für Patienten ohne Fibrose kann eine Therapie sinnvoll sein, wenn z.b. extrahepatische Manifestationen vorhanden sind oder auch bei Patienten, die im Gesundheitsdienst tätig sind (Infektionsrisiko). Gute prognostische Faktoren, sowie ein junges Lebensalter sprechen auch für eine Therapie.
(Quelle: "Hepatitis C im Dialog", Prof. Zeuzem, Thieme-Verlag, Ausgabe 2004, Seite 31)

08.09.2010 - 12:14 Uhr


Wir stellen uns vor. Hier können sie ein kurzes Video ansehen (5:30) in dem die Selbsthilfegruppe einige ihrer Aktivitäten zeigt. Neben diesen öffenlichen Veranstaltungen und Infoständen finden natürlich regelmäßig die Selbsthilfetreffs statt.

Paramedizin, Naturheilmittel - Macht das Sinn?

Wie vermehrt sich das Hepatitis C Virus - Video ansehen.

Sozialverband VdK - eine starke Lobby - Der Sozialverband VdK ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken, Seniorinnen und Senioren, Patientinnen und Patienten gegenüber der Politik und an den Sozialgerichten.

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Das Kompetenznetz Hepatitis ist eines der Kompetenznetze in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.

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