Wissen über Hepatitis C
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Die Seite wurde zuletzt am
05.05.2009 15:16 bearbeitet.



Familie / Partnerschaft und Hepatitis C

Mit der Diagnose „Hepatitis C“ und dem Begreifen, dass es sich hierbei um eine Virusinfektion handelt, werden viele Ängste wach. Außer den vielen Fragen zur Krankheit selbst und deren Behandlungsmöglichkeiten und Auswirkungen haben die Betroffenen oftmals Angst, dass sie Partner und Kinder bereits infiziert haben könnten oder infizieren können. Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen die von der Erkrankung erfahren, befürchten sich ebenfalls zu infizieren.
Diese Angst besteht völlig zu unrecht, wie man heute weiß.
Angst ist kein guter Ratgeber und deshalb steht hier an erster Stelle die Information.
Informieren Sie sich als Betroffener und als Angehöriger über die Krankheit, deren Verlauf und Therapiemöglichkeiten. Informieren Sie auch ihre Freunde, Angehörige, Arbeitskollegen, Mitschüler etc.

Um die Angst vor einer möglichen Ansteckung auszuräumen, sollte man wissen, wie das Hepatitis C Virus übertragen werden kann. Die Übertragungswege finden Sie auf einer Extraseite.

Die Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist sehr selten. Die Empfehlungen der einzelnen Institutionen weichen manchmal voneinander ab.

Das Robert-Koch-Institut schreibt hierzu:

"Der sexuelle Übertragungsweg spielt für die Hepatitis C, anders als für Hepatitis B, keine große Rolle, eine Übertragung ist aber prinzipiell möglich. In bestimmten Gruppen bzw. bei bestimmten verletzungsträchtigen Sexualpraktiken scheint ein höheres Übertragungsrisiko zu existieren, zum Beispiel bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten. Ebenso kann das Risiko einer Infektion mit dem Hepatitis C-Virus bei ungeschütztem Sexualkontakt während der Menstruation erhöht sein."

Das Kompetenznetz Hepatitis äußert sich wie folgt:

„Es besteht ein sehr geringes Risiko einer Übertragung durch sexuellen Kontakt, sofern kein erhöhtes parenterales Infektionsrisiko, z.B. durch Menstruationsblutung, Risikopraktiken oder lokale Infektionen, vorliegt. Eine generelle Empfehlung zum Kondomgebrauch in stabilen Partnerschaften (ohne Risikopraktiken) erscheint nach Expertenmeinung nicht sinnvoll.(Frage 6)"
"Bei heterosexuellen monogamen Paaren ist das Ansteckungsrisiko über Sexualkontakte sehr gering (0-0,6 % pro Jahr). Kondome können das minimale Restrisiko fü eine HCV-Übertragung weiter reduzieren (Frage 4)"

 

Auch im zwischenmenschlichen Bereich können durch eine chronische Erkrankung, wie bei der Hepatitis C Probleme entstehen. Einerseits durch die Erkrankung selbst und auch durch die oft belastende Therapie. Auf diese Probleme werde ich im Bereich „Hepatitis C und Psyche“ näher eingehen.

Das Hepatitis-C-Virus wird in der Regel nicht übertragen

  • bei normalen Kontakten im Familienleben
  • in die Arme nehmen
  • beim kuscheln
  • beim küssen
  • beim gemeinsamen Trinken aus einem Glas
  • bei der gemeinsamen Nutzung von Essbesteck und Geschirr
  • bei gemeinsamer Bad- und Toilettenbenutzung (es besteht keine Notwendigkeit, nach jeder Benutzung zu desinfizieren)
  • beim Essen von Speisen, die ein Hepatitis C - Patient zubereitet hat (Hygienischer Umgang natürlich vorausgesetzt)
  • Eine Übertragung auf Haustiere ist nicht möglich, aber im Ungang mit Tieren sollten Sie ein mögliches kratzen z.B. der Katzen vermeiden, weil dadurch ja offene Wunden entstehen können.

Auf was Sie bei HCV achten müssen:

  • Rasierapparate, Rasierklingen, Nagelscheren und Zahnbürsten
    dürfen nicht gemeinsam benutzt werden. Es könnte zu kleinen Verletzungen oder Zahnfleischbluten gekommen sein und Blutspuren zurück gelassen haben. Das Hepatitis C-Virus bleibt auch im getrockneten Blut und an der Luft längere Zeit infektiös. Abwaschen mit Wasser und Reinigungsmittel reicht nicht.
    Das Hepatitis C-Virus ist erst bei 140° C abzutöten, deshalb ist eine Sterilisation im Privathaushalt nicht ohne Weiteres möglich. Am besten ist es deshalb, wenn diese Gegenstände separat benutzt werden.
    Sollte dennoch eine Desinfektion notwendig sein, lassen Sie sich bitte ausführlich von einem Apotheker beraten. Zum sicheren Abtöten der Viren müssen chemische Mittel eingesetzt werden. Ihr Apotheker kann Ihnen hierfür geeignete Mittel empfehlen und die richtige Anwendung zeigen.

  • Blutende Wunden müssen sofort verbunden werden. Verbände mit infektiösem Blut müssen sicher entsorgt werden. Blutspuren nach Verletzungen müssen sofort beseitigt werden, am besten mit
    Einwegtüchern
    .

Lesen Sie auch: Fragen/Antworten zur Hygiene


09.03.2010 - 21:02 Uhr


Wir stellen uns vor. Hier können sie ein kurzes Video ansehen (5:30) in dem die Selbsthilfegruppe einige ihrer Aktivitäten zeigt. Neben diesen öffenlichen Veranstaltungen und Infoständen finden natürlich regelmäßig die Selbsthilfetreffs statt.

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Sozialverband VdK - eine starke Lobby - Der Sozialverband VdK ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken, Seniorinnen und Senioren, Patientinnen und Patienten gegenüber der Politik und an den Sozialgerichten.

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Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.

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