Wissen über Hepatitis C
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Die Seite wurde zuletzt am
05.05.2009 15:15 bearbeitet.


 


Was ich den Arzt fragen sollte

Ein informierter Patient kann in der Regel besser mit seiner Krankheit umgehen und eine eventuelle Therapie durchführen. Gerade auch, wenn es sich um eine Therapie handelt, die in den meisten Fällen nicht ohne Nebenwirkungen verläuft und sich über ein halbes bis ganzes Jahr erstreckt.

Ein Großteil Ihrer Fragen werden sicherlich auf unserer Page und im Forum oder in der Selbsthilfegruppe beantwortet werden können. Dies betrifft aber nur die Fragen und das Wissen allgemeiner Art in bezug auf Hepatitis C und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Der Krankheitsverlauf, ebenso wie die Therapie ist aber bei jedem Patienten unterschiedlich, deshalb benötigen Sie individuelle Antworten auf Ihre Fragen. Diese kann Ihnen nur Ihr Arzt beantworten.

Oft ist es so, dass man die Diagnose bekommt und erst mal gar nichts über seine Erkrankung weiß oder der Arzt sagt etwas dazu, aber vor lauter Schreck versteht man nur die Hälfte. Zuhause angekommen, fallen einem plötzlich viele Fragen ein.

Oder man hat ein, zwei Fragen angeschnitten und getraut sich nicht, den Arzt weiter „zu belästigen“ oder man hat einfach die weiteren Fragen für den Moment vergessen.

Hilfreich ist es, sich einen Zettel zu schreiben, mit allen Punkten, die man gerne ansprechen möchte.

Denken Sie daran:
Mehr Wissen bedeutet mehr Verständnis und je mehr Verständnis und Wissen Sie über Ihre Erkrankung und die Therapie haben, desto leichter fällt es Ihnen, mit der Krankheit zurecht zu kommen und eine Therapie auch durchzustehen.

Deshalb fragen Sie Ihren Arzt alles, was Sie gerne wissen möchten.
Ein guter Arzt ist daran interessiert, dass Sie an Ihrer Behandlung aktiv mitarbeiten.

Ohne zu wissen, was wichtig ist, weiß man auch oft nicht, was man überhaupt fragen soll.

Deshalb soll Ihnen hier ein kleiner Überblick verschafft werden, was am Anfang für Sie wichtig ist. Mit der Zeit werden Sie dann ihr eigener Profi und wissen selbst, worauf es ankommt.

Bei laufenden Kontrolluntersuchungen, die z.B. während der Therapie notwendig werden, ist es gut, immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Unter der Therapie können sich durch die Medikamente Blutbildveränderungen ergeben, die bei anderen Behandlungen eine Rolle spielen oder auch von großer Bedeutung sind. Das könnten z.B. die Blutgerinnungswerte sein, die wichtig sind, wenn sie sich z.B. einem kieferchirurgischen Eingriff unterziehen müssen (z.B. Zahn ziehen).
Auch bei einer Mitbehandlung wegen anderer Erkrankungen bei anderen Fachärzten oder dem Hausarzt ist es günstig, die aktuellen Werte zu wissen.

Lassen Sie sich deshalb von Ihrem behandelnden Arzt die aktuellen Ergebnisse ausdrucken oder fotokopieren.


Für den Patienten wichtige Fragen sind:

  • Wie ist der mögliche Krankheitsverlauf?
  • Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
  • Welche Behandlung kommt speziell für mich in Frage?
  • Ist eine sofortige Behandlung notwendig?

Um diese Fragen zu beantworten benötigt der Arzt Voruntersuchungen, über deren Ergebnis Sie ebenfalls bescheid wissen sollten:

Blutuntersuchungen:

  • Wie hoch sind die Leberwerte? (Gamma-GT, GOT, GPT)?
  • Welchen Genotyp habe ich? (Nur wichtig zur Therapieentscheidung)
  • Wie hoch ist die momentane Virenlast? (Nur wichtig zu Therapieentscheidung und zur Kontrolle der Therapie, aber auch, um die Infektiosität abschätzen zu können.)
  • Sind noch weitere Werte verändert, wenn ja in welche und in welcher Weise


Leberbiopsie:

  • kann diese ambulant gemacht werden oder muß ich stationär aufgenommen werden?
  • wie soll die Biopsie durchgeführt werden (Blindpunktion, ultraschallkontrollierte Punktion oder laparaskopische Leberbiopsie?
  • Welche Vorteile haben für mich die verschiedenen Arten der Leberbiopsie?
  • wenn die Biopsie ambulant durchgeführt wird, wo kann ich mich bei evtl. Komplikationen hinwenden, auch nachts?
  • Wie sieht meine Leber aus? Habe ich bereits eine Gewebsveränderung und wenn ja, wieweit ist diese fortgeschritten? (Um bessere Vergleichsmöglichkeiten zu haben, lassen Sie sich das Ergebnis am besten in Grade geben und die Tabelle, nach der die Grade genannt sind, (z.B. Fibrosegrad 1, Entzündungsgrad 2)


Therapieentscheidung

  • Welche Therapie kommt für mich in Frage (welches Interferon, welche Dosierung, über welchen Zeitraum)?
  • Wie hoch ist meine individueller Heilungschance?
  • Wie oft soll ich zu Kontrollterminen kommen?
  • Sind Sie (ihr Arzt) erreichbar, wenn unerwartete Nebenwirkungen auftreten oder unerwartet stark sind? Wohin kann ich mich ggf. wenden?


Bei Ihnen ist keine Standardtherapie möglich

  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für mich, um Spätfolgen zu vermeiden?
  • Muss ich eine spezielle Diät einhalten?
  • In welchen Zeitabständen sollen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden z.B. Ultraschall, Blutwerte, Leberbiopsie?


10.09.2010 - 20:33 Uhr


Wir stellen uns vor. Hier können sie ein kurzes Video ansehen (5:30) in dem die Selbsthilfegruppe einige ihrer Aktivitäten zeigt. Neben diesen öffenlichen Veranstaltungen und Infoständen finden natürlich regelmäßig die Selbsthilfetreffs statt.

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Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.

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