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Die Seite wurde zuletzt am
15.06.2008 19:10 bearbeitet.

 

FibroScan / Elastographie

Um das Ausmaß einer Lebererkrankung genau zu erfassen, sind verschiedene Untersuchungen notwendig. Zur Basisdiagnostik gehören vor allem unter-schiedliche Laborparameter, die anhand von Blutproben gewonnen werden.

Auch Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) geben eine bestimmte Auskunft über den Zustand eines Organs, wie z.b. die Größe, Struktur, Form und Dichte.

Aber all diese Untersuchungen zeigen erst im fortgeschrittenem Stadium eine eindeutige Störung an, dann ist aber bereits eine ernsthafte Störung, eine Zirrhose eingetreten.

Von großer Wichtigkeit ist es, frühzeitig zu erkennen, wieweit die Leber evtl. bereits geschädigt ist. Hat ein Umbau des Lebergewebes schon stattgefunden und wieweit ist dieser fortgeschritten (Fibrose, Zirrhose)?
Bislang gab es nur die Möglichkeit, anhand einer Gewebsprobe den Zustand der Leber zu bestimmen. (Biopsie) Dies ist für den Patienten oft nicht angenehm und auch mit Risiken verbunden. Bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen konnte diese Art der Untersuchung auch nicht durchgeführt werden.

Es besteht nun die Möglichkeit, mittels einer Elastographie (FibroScan) die Festigkeit bzw. Steifheit der Leber zu messen. Je fester (steifer) das Gewebe ist, desto stärker ist der Bindegewebeanteil der Leber, also die fibrotische Veränderung der Leber bis hin zur Zirrhose.

Diese Untersuchung ist risikofrei und schmerzlos. Sie gleicht einer Ultraschall-untersuchung und dauert etwa 5 - 10 Minuten und kann beliebig oft gefahrlos wiederholt werden.

Das Gerät hat einen speziellen Schallkopf, der in Leberhöhe rechts am seitlichen Brustkorb aufgesetzt wird. Es wird an 10 verschiedenen Stellen gemessen, um die Dichte des Gewebes zu erkennen.

Niederfrequente Wellen werden vom Ultraschallkopf ausgesendet. Je fester und unelastischer das Gewebe ist, desto schneller laufen die Schallwellen. Das Ergebnis wird nicht in Fibrosegraden, sondern in Kilo-Pascal (kPa) angegeben. Dieser Wert wird aus zehn Messungen ermittelt. Das Resultat der Messungen bestimmt das Ergebnis der Untersuchung und unterliegt nicht der Interpretation des Untersuchers. Zudem bemerkt das Gerät selbstständig potentielle Fehler wie falsches Aufsetzen oder ein schlecht gewähltes Messfeld.

Während der histologische Befund bei der Biopsie zudem noch Auskunft über Entzündungsgrad, mögliche Fettleber und evtl. Einlagerungen von Eisen, Kupfer etc. gibt, kann der FibroScan diese Wete nicht bestimmen.

Deshalb wird voläufig auf die Biopsie als Erstuntersuchung noch nicht verzichtet werden können.

Der FibroScan stellt zur Zeit eine nicht-invasive Methode zur Verlaufs-kontrolle einer bestehenden Zirrhose dar.

Das neue Verfahren soll eine Genauigkeit bis zu 90% in der Bestimmung des Zirrhosegrades erlauben, aber bei geringen Gewebeveränderungen (niedrige Fibrosegrade) ist es bisher noch nicht ausreichend aussagefähig.

Leider können zur Zeit die Kosten der Untersuchung noch nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Die jeweiligen Modalitäten müssen Sie daher in der entsprechenden Kinik erfragen. Bekannt ist mir eine Kostenrahmen von ca. 50 Euro bis 85 Euro.

Die uns bisher bekannte Standorte von FibroScan Geräte in Deutschland:
Sollten sie weitere Standorte kennen, teilen Sie uns diese bitte per Mail mit!

10.09.2010 - 21:13 Uhr


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Paramedizin, Naturheilmittel - Macht das Sinn?

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