Wissen über Hepatitis C |
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Über wesentliche Belange in der Krankenversorgung wird in den kommenden Tagen verhandelt. Wir erwarten von unseren Politikern Unterstützung und Hilfe. Besonders problematisch wird die Zuzahlungspflicht für chronisch Erkrankte. Gerade Menschen die längerfristig krank sind, werden bedingt durch Krankengeld, Rente und Arbeitslosigkeit nicht selten an den Rand des Ruins gedrängt. Wir haben deshalb am 10.12.2003 ein Schreiben entworfen, das wie wir wissen, auch von einigen anderen unverändert verwendet wird, an die Politiker im Bundestag versandt, um auf unsere Lage aufmerksam zu machen. Wir erhoffen uns dadurch ein wenig Unterstützung. Die Antworten der Politiker werden wir veröffentlichen damit deutlich wird, wer sich ernsthaft für unsere Belange engagiert. Die Antworten werden sie unterhalb des Anschreiben UNKOMMENTIERT finden. Statistik der Antworten:
Das Anschreiben:
Sehr geehrte Damen und Herren, In den neuen Regelungen für Zuzahlung in der gesetzlichen Krankenkasse ist folgendes vorgesehen: ***Zitat*** Diese Woche noch sollen Beratungen stattfinden, welcher Personenkreis als chronisch krank eingestuft wird. Wir, das sind Menschen, die an chronischer Hepatitis C erkrankt sind, machen uns nun Sorgen, ob diese Regelung auch für uns zutrifft und möchten Sie bitten, in den Beratungen berücksichtigt zu werden. Hierzu kurz über Hepatitis C und welche Probleme an Hepatitis C Erkrankte haben. Neben der engmaschigen ärztlichen Kontrolle wegen der Hepatitis C selbst sind regelmäßige Arztbesuche unbedingt notwendig. Ein an chronischer Hepatitis-C Erkrankter wird sich deshalb häufiger und durchschnittlich öfters als die restliche Allgemeinbevölkerung in ärztliche Behandlung begeben müssen, auch wird eine langfristige Medikamenteneinnahme gegen die vielfältigen Symptome und Begleiterkrankungen erforderlich. Wir sind der Meinung, dass Personen, die an chronischer Hepatitis C erkrankt sind, deshalb unbedingt zu den chronisch Kranken in Bezug auf die neuen Regelungen für Zuzahlung in der gesetzlichen Krankenkasse zu zählen sind. Wir bitten Sie, bei ihren Beratungen diese Aspekte zu berücksichtigen. Mit freundlichen Grüßen Margrit Gräser --- -------------SPD-------------- Antwort der SPD-Bundestagsfraktion vom 22.12.2003 Gesundheitsreform – Zuzahlungsregelungen für chronisch Kranke ab dem 01.01.2004 Ihr Schreiben vom 10.12.2003 Sehr geehrte Frau Gräser, ich danke Ihnen für Ihr o.g. Schreiben. Zu Ihrem Anliegen ist folgendes zu sagen: Zu definieren, wann eine „chronische Erkrankung“ vorliegt, ist Angelegenheit des gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Dieser Aufgabe ist der Bundesausschuss zwischenzeitlich auch nachgekommen, indem er am 15.12.2003 einen Kriterienkatalog für die Einstufung von Erkrankungen als chronische Krankheiten beschlossen hat. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMGS) hat jedoch schon jetzt angekündigt, diesen Beschluss zu beanstanden, da er nach Ansicht des BMGS zu restriktiv ist und viele (chronisch) kranke Menschen benachteiligen würde. Mit den besten Wünschen für das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel verbleibe ich mit freundlichen Grüßen peter.dressen@bundestag.de eike.hovermann@bundestag.de klaus.kirschner@bundestag.de helga.kuehn-mengel@bundestag.de goetz-peter.lohmann@bundestag.de eckhart.lewering@bundestag.de erika.lotz@bundestag.de hilde.mattheis@bundestag.de erika.ober@bundestag.de horst.schmidbauer@bundestag.de Fax von Herrn Schmidbauer als PDF (184kb) silvia.schmidt@bundestag.de karsten.schoenfeld@bundestag.de fritz.schoesser@bundestag.de margrit.spielmann@bundestag.de rolf.stoeckel@bundestag.de marlies.volkmer@bundestag.de wolfgang.wodarg@bundestag.de -------------CDU-------------- wolf.bauer@bundestag.de monika.bruening@bundestag.de verena.butalikakis@bundestag.de hans-georg.faust@bundestag.de michael.hennrich@bundestag.de hubert.hueppe@bundestag.de barbara.lanzinger@bundestag.de maria.michalk@bundestag.de hildegard.mueller@bundestag.de matthias.sehling@bundestag.de jens.spahn@bundestag.de andreas.storm@bundestag.de matthaeus.strebl@bundestag.de gerald.weiss@bundestag.de annette.widmann-mauz@bundestag.de wolfgang.zoeller@bundestag.de ---------B90 Grüne----------- birgitt.bender@bundestag.de ekin.deligoez@bundestag.de markus.kurth@bundestag.de petra.selg@bundestag.de geantwortet am 11.12.2003 Sehr geehrte Frau Gräser, wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten Ihr Anliegen an die zuständigen Instanzen weitergeben. Jedoch sind unseren Mit freundlichen Grüßen Ralf Heyder -------------FDP-------------- dieter.thomae@bundestag.de heinrich.kolb@bundestag.de daniel.bahr@bundestag.de
Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung info@bmgs.bund.de geantwortet am 18.12.2003 Sehr geehrte Frau Gräser, vielen Dank für Ihr Schreiben. Für chronisch Kranke gelten dieselben Zuzahlungen wie für alle anderen Versicherten auch. Ob ein Versicherter als chronisch Kranker im Sinne des Gesetzes gilt, ist jeweils anhand des Einzelfalls durch einen Mediziner zu beurteilen. Eine Definition des Begriffs der "chronischen Krankheit" sieht das Gesetz nicht vor. Allerdings hat das GMG in § 62 Abs. 1 SGB V dem Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, c/o Koordinierungsausschuss Arbeitsgemeinschaft, Auf dem Seidenberg 3 A, 53721 Siegburg, ab dem 1. Januar 2004 die Aufgabe zugewiesen, das Nähere zur Definition einer "schwerwiegenden chronischen Erkrankung" in Richtlinien zu regeln. Wann diese Richtlinie wirksam werden wird, kann derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden. Mit freundlichem Gruß Anke Branowsky info@bmgs.bund.de Ministerin für Gesundheit und soziale Sicherung ursula.schmidt@bundestag.de |
08.09.2010 - 12:14 Uhr |
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Kontakt & Selbsthilfetelefon: Hepatitis-C-Selbsthilfe - Ludwigshafen / Mannheim Tel: 0621 67 09 631 © 2009 /08 /07 /06 /05/04 - M. & H.Gräser |
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